Das Zusammenstellen der Ausrüstung für den Jakobsweg ist natürlich viel einfacher, als für den Weg zu trainieren. Man muss ja nur nach den benötigten Dingen recherchieren, eine Kaufentscheidung treffen, die Sachen kaufen und sie ausprobieren.
Die letzten Tage verbrachte ich damit, den richtigen Rucksack für mich zu finden. Jeden Tag war ich von einem anderen begeistert und dachte mir das eine oder andere Mal: „Der ist es“, aber nein, am nächsten Tag hat mir dann doch wieder ein anderer Rucksack besser gefallen.
Es ist ja dann doch nicht so einfach, für sich das Richtige zu finden. Da ich wegen der Skoliose der Wirbelsäule einen asymmetrischen Rücken habe, verkompliziert sich die Sache natürlich.
Nun ja, bis jetzt habe ich nur einen einzigen Rucksack anprobiert und dabei festgestellt, dass ich unbedingt darauf achten muss, einen Rucksack mit möglichst geringem Eigengewicht zu kaufen. Das stand ab sofort ganz weit oben auf meiner Prioritätenliste.
Ganze Tage lang dachte ich an fast nichts anderes als an Rucksäcke. Ich wurde einer regelrechten „Gehirnwäsche“ unterzogen, bzw. ich wusch mir das Gehirn durch die Informationsflut schon selber. Letztlich fand ich dann natürlich doch „meinen“ Rucksack. Mehr dazu schreibe ich hier.
Ich hab mich dabei ertappt, jetzt verstärkt auf das Gewicht der Gegenstände zu achten und erstelle momentan gedanklich eine Packliste. Natürlich versuche ich das Gesamtgewicht meiner Ausrüstung auf das Minimum zu reduzieren. Dies äußert sich darin, dass ich anfing, die Dinge mit der Küchenwaage abzuwiegen.
Der Jakobsweg ist eindeutig zu einem Projekt geworden, das mich voll und ganz einnimmt.


